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02.11.2013

Mit himmlischen Welten die Sehnsucht im Menschen wecken

Vom 17. November bis 1. Dezember öffnet Alain Mieg seine Ateliertüre und präsentiert unter dem Titel „Heavenly worlds“ nicht nur neue Werke, sonder auch sein erweitertes Atelier.

Zwischen 600 – 700 Besucherinnen und Besucher werden die Tage der offenen Atelier-Türe von Alain Mieg nutzen, um sich von den himmlischen Werken begeistern zu lassen. „ Es sind während der vergangenen zwei Jahre viele neue Werke entstanden, die meisten im Salzburger Atelier“, macht Alain Mieg neugierig. Das hat seinen Grund, denn in Salzburg kann er sich voll und ganz aufs Malen fokussieren. „Es ist nicht nur die Grösse des Ateliers, sondern auch das Losgelöstsein vom Alltag, ergänzt Mieg.

Garage weicht dem Atelier
Doch auch hier hat er sich einen kleinen Traum erfüllt, die Garage und der Stauraum wurden zum hellen Atelierraum ausgebaut. Tritt man von den bereits vertrauten Ausstellungsräumen ins Atelier ein, atmet man unwillkürlich tief ein. So viel Raum, Licht und die gekonnte Präsentation der Himmelsbilder. Wobei auch gleich angefügt werden muss, dass die Bilder nicht einer speziellen Präsentation bedürfen, sie sind da, sprechen den Betrachter an, ja lassen nicht mehr los. Es beginnt unwillkürlich eine Zwiesprache mit dem Betrachter und dem Bild. „ Es gibt Menschen, die sind von einem Bild zu tränen gerührt, der Himmel spricht zu ihnen“, weiss Mieg. Er ist auch davon überzeugt, dass sich seine Bilder die Besitzer aussuchen, wenn der Betrachter es zulässt. Ist ein künftiger Besitzer unsicher, ob sein Bild denn auch die gute Stube oder in die Halle passt, so berät der Künstler gerne auch vor Ort.

Der Takt bestimmt den Pinselstrich
Seine Inspiration nimmt er aus seinen Träumen mit in den Tag. „Es gibt Tage, da weiss ich ganz genau, welche Farbe mein Himmelsbild haben wird, und auch die Musik, die beim Malen spielen soll, ist in meinem Kopf. Der Takt bestimmt sozusagen den Pinselstrich.“ Den Malvorgang beschreibt er als Trance, aus welcher er nur ungern wieder auftaucht. „ Da kann es dann gut sein, dass ich, wenn ich diese Ausstellung zusammenstelle, mir die Bilder anschaue und vor einigen Werken stehe, als ob ich sie zum ersten Mal sehe“, meint er schmunzelnd.

Man wird nicht müde, die himmlischen Welten von Alain Mieg zu betrachten. Ob wuchtig, sinnlich, ruhig oder imposant – man findet kaum Ausdrücke genug für die Botschaften der Bilder – sich verändernde Eindrücke und die Empfindungen sind bei jeder Person anders. Die zahlreichen Besucher werden genau diese Erfahrungen an den Tagen der Ateliereröffnung machen.

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