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GALERIE
IN WAGENHAUSEN
Alain Mieg stellt erstmals in der Galerie "Haus zum Wasen" aus Es ist die erste Einzelausstellung für den Lenzburger Maler Alain Mieg (29), und irgendwie will es scheinen, als passten seine sensiblen Landschaftsbilder ebenso gut in die Wagenhauser Galerie im "Haus zum Wasen" wie in diese blühende, grünende Jahreszeit. Sanfte Landschaften in sanften Farben: Alain Mieg lässt Interpretationsspielräume offen. Alain Mieg, seines Zeichens Siebdrucker, Schriftenmaler und heutiger Werbeberater, wurde von seinem Onkel Peter, einem weit über die Aargauer Kantonsgrenzen hinaus bekannten Musiker, Maler und Schriftsteller, zur Malerei hingeführt. Dies vollzog sich für den damals erst 13jährigen Alain Mieg vorerst im Bereich von Stilleben und Blumen, beides Spezialgebiete von Peter Mieg. Landschaften in Bewegung Doch der Neffe Alain fühlte sich immer stärker zur Auseinandersetzung mit Landschaften hingezogen: begann sich hier neue Wege zu suchen. Die jüngste Schaffensphase beinhaltet denn auch vorwiegend Arbeiten in Acryl. Landschaften in weichen Farben und Formen, verwischt, leicht unscharf, wie ein Blick in einen ausgesprochen dunstigen Tag. Bei längerem Hinsehen will es mit unter fast scheinen als seien sie in Bewegung, die Täler und Hügel, Ebenen und Gewässer; als schafften sie immer neue Interpretations-Spielräume. Geschickt umgesetzt Absicht des Künstlers übrigens, denn Alain Mieg liess sich zwar in England, Frankreich, in der Schweiz inspirieren, hielt unzählige Landschaften im Skizzenblock fest. Er setzt diese Erinnerungen aber erst dann in Bilder um, wenn sie sich fast schon aufdrängen, wenn sie Farben annehmen. Und was dann entsteht ist nicht mehr der Abklatsch einer bestimmten Landschaft, sondern eine Mischung aus Eindrücken, Gefühlen, Stimmungen. Für den Maler Alain Mieg der individuelle Weg sich Freiräume zu schaffen und fürs Publikum das wahrhaft sehenswerte Werk eines engagierten Künstlers. Die Ausstellung dauert noch bis zum 23. Mai und ist jeweils donnerstags bis sonntags von 15 bis 19 Uhr geöffnet. An den Sonntagen ist der Künstler persönlich anwesend.
Landschaften, wie sie auf ihn wirken, und Landschaften, wie er sie sich wünscht, malt der 29jährige Aargauer Alain Mieg. Seine Werke, die er in den vergangenen Jahren geschaffen hat, sind noch bis 23.Mai in Wagenhausen in der Galerie von Alice und Armin Koller zu sehen. Mit "musikalischen Meditationen" zu Miegs Bildern umrahmte der Kölner Musiker Stefan Krüger die Vernissage. "Wenn
es Menschen in meinen Bildern gäbe, wären es nicht mehr meine
Landschaften", antwortet der junge Künstler, wenn er gefragt
wird, warum sich in seinen Bildern keine Menschen finden. So lassen sich
denn auch seine Landschaften nicht konkret zuordnen, es sind keine realen
Landschaften, sondern Traumlandschaften. Die Eindrücke für seine Landschaften holt sich Alain Mieg auf Reisen, vor allem nach Frankreich und im täglichen Leben. Direkt vor Ort, manchmal auch erst abends in seinem Atelier, hält er seine Eindrücke in kleinen, groben Bleistift- und Kohlezeichnungen in seinem Skizzenbuch fest. Immer wieder blättert er darin. Verschiedene Zeichnungen wachsen zusammen, plötzlich sieht er ein Bild, eine Stimmung vor sich: "Und dann muss ich sofort malen", sagt Mieg. Begleitet von Musik entsteht Schicht um Schicht. Oft kommt es vor, dass ein Bild erst nach längerer Zeit wieder überarbeitet wird. Miegs Werke, die seiner tiefen Beziehung zu Frankreich entsprechend meist französische Titel tragen, sind vor allem aus Aquarell-, Öl und Acrylfarben entstanden. Acrylfarben verwendet er besonders gerne, weil sie schnell trocknen. So kann er die Farben verwischen, wodurch sanfte Effekte entstehen.
Offene Hügellandschaften,
Flüsse, die sich bedächtig durch die Landschaft winden, und
eine scheinbar unendliche Weite dominieren Alain Miegs Bilder. Er selbst
bezeichnet den Ausdruck von Weite, Einsamkeit, Offenheit und Unberührtheit
als sein wichtigstes Bedürfnis. |
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