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NZZ
Alain Mieg in der Galerie Zäune 8 sru. Wie
viele Horizonte kann man malen, ohne sich zu wiederholen? Der 1964 in
Lenzburg geborene und dort arbeitende Alain Mieg ist auf dem besten Wege,
mit der Beantwortung dieser Frage ins Guiness Book der Rekorde Einzug
zu halten. Denn Alain Mieg malt Horizonte - und nichts als das. Das heisst:
Mieg malt das Ungegenständliche gegenständlich. In unzähligen
Variationen stellt er Traumräume dar, unbestimmte Zonen zwischen
Himmel und Erde, eingetaucht in verschiedenartigstes Licht. Mal ahnt man
den Horizont über dem Wasser, mal über einer Wüste oder
einer Savanne, mal glaubt man den Horizont aus dem Weltraum wahrzunehmen,
dann wieder auf einem Schiffchen sitzend oder im Staub liegend - jedenfalls
stets aus der Perspektive unbestimmten Territoriums. Wichtig scheinen
dem Künstler nur die verschiedenen Stimmungen zu sein und kein wie
auch immer gearteter Realismus. Mit seinen Acrylfarben malt er Wolkentürme
und Wetterstimmungen - und streift dabei auf seinen impressionistisch
geprägten Zürich.
Galerie Zäune 8 (Obere Zäune 8), bis 18. Januar 2003 |
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