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Der Landbote Von Kathrin Gebert-Kuhn Alain Mieg und Ruedi Mösch bei RW Fine Arts in Winterthur Geerdetes trifft auf Luftiges Ein Glücksfall, dass Alain Miegs gemalte luftige Horizonte auf Ruedi Möschs in sich ruhende Steinskulpturen treffen. Wo Alain Miegs luftige, um einen Horizont gruppierte Malerei Tendenz zum Abheben zeigt, wirkt die sichtbare Erdenschwere von Ruedi Mösch Steingestalten ausgleichend. Was dem Bildhauer mit Oberflächenbearbeitung und Andeutung gelingt, erreicht der Maler mit variantenreichen Farbstimmungen, mit Wirbeln aus Erscheinungsfarbe, die teils Erinnerungen an berühmte alter Bilder heraufbeschwören. Alle Bilder sind zwischen 2003 und 2004 entstanden. Je nach Format – Mieg zeigt alle zwischen handlich und wandfüllend – ändert sich ihre Wirkung. Alain Mieg beschäftigt sich seit Jahrzehnten ausschliesslich mit traumartigen Horizonten. Dazu wählt er Acryl und Pigmente auf Leinwand. Er malt sie auffällig variantenreich und vor allem so, dass sie als optimale Kulisse für die eigenen Projektionen und Phantasien wirken. Nicht umsonst nennt sie der Künstler „Traumlandschaften“. Ober- und unterhalb eines mehr oder weniger breit ausgearbeiteten Horizonts gestaltet er die Flächen luftige und mehr oder weniger strukturiert. Er lässt bewusst offen, worum es sich handelt. Die Struktur vor allem im oberen Feld scheint entweder von der vorgestellten Symmetrieachse oder von einem Rand ausgehend. Oft kontrastieren die beiden Bildhälften farblich. Wo die obere und untere Bildhälfte in ähnlichen Farben gehalten sind, setzt der Horizont einen Kontrast. Im Korridor hängen zu Duos und Trios gruppierte Kleinformate. Und man stellt fest: je nach Kombination heben die „Einzelteile“ einander gerade dann gegenseitig hervor, wenn sie inhaltlich und technisch möglichst unterschiedlich sind. In beiden Räumen bilden Ruedi Möschs grob behauene Steinskulpturen ein ruhiges Gegengewicht zum himmelstürmenden Eindruck der Bilder von Alain Mieg. ........... RW Fine Arts Collection, Pflanzschulstrasse 17, Ausstellung bis 1. Oktober 2004.
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