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AARGAUER
WOCHE
In der Galerie Würgler in Niederlenz findet vom 23. November bis 31. Dezember eine Ausstellung des Künstlers Alain Mieg statt. Alain Mieg wurde am 24. Mai 1964 in Aarau geboren. Aufgewachsen ist er in Lenzburg in verträumten Häusern, welche noch heute die Wurzeln der inneren Kraft und Ruhe sind. Die Liebe zur Kunst gedieh bereits in jungen Jahren und war geprägt durch ein entsprechend künstlerisches Umfeld. So war die Malerei stets eine Möglichkeit, innere Vorstellungen und Fantasien zum Ausdruck zu bringen. Nach dem Besuch der Primarschule folgte die Bezirksschule in Lenzburg. Nach dem Entscheid gegen ein Studium und für das Handwerk bildeten die Ausbildung zum Serigrafen und Schriftenmaler die Grundlagen. Die Faszination der Werbung und Kommunikation zog Alain Mieg bereits sehr früh in den Bann. So folgten weitere Ausbildungen zum Werbeassistenten und Betriebsökonomen. Dem schlossen sich über zwölf Jahre Tätigkeit in der Werbebranche und im Personalwesen an, mitunter in führenden Funktionen.
Die Malerei spielte nebst der beruflichen Entwicklung stets eine wesentliche und tragende Rolle in seinem Leben. Als Autodidakt eignete sich Alain Mieg seine malerischen Kenntnisse an. Begleitende Kurse an der Kunstgewerbeschule im Bereich Malerei und Fotografie rundeten die Entwicklung ab, auch wenn die beruflichen Anforderungen dies nicht immer in gleichem Masse erlaubten. Die geistige Entwicklung in Form und Umsetzung wurde deswegen aber nicht beeinträchtigt. Längere Reisen und Auslandaufenthalte schärften den Blick für das Schöne und Fremde. Die Weite, Küstenstriche und Horizonte bilden noch heute eine zentrale Oase der Ruhe und Ausgewogenheit im Leben von Alain Mieg: Eine tiefe Verbundenheit zum Meer, welches durch seine unendliche Tiefe in Harmonie mit dem Himmel steht. Der Himmel als zentrales Abbild von Freiheit und Lebensdrang, die Ruhe der unendlichen Weite, der er sich hingibt und darin versinkt. Es ist Alain Mieg von jeher wichtig, sich nicht auf das Reale zu konzentrieren, sondern zu abstrahieren und sich in den Landschaften und Horizonten zu verlieren. Das Wesentliche liegt für ihn im Weglassen von störenden Elementen: Landschaften, welche Träume begleiten und diese durch ihre Stille zum Leben bringen. Die Bilder arbeiten mit dem Betrachter. Genügend Distanz und die Muse, sich in den Bildern zu verlieren, eröffnen immer wieder neue Perspektiven. Die Traum- und Seelen-Landschaften beginnen zu leben und verändern sich.
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