|
Anzeiger Bezirk Lenzburg 10. November 2005 Haus von Alain Mieg wird wieder zur Galerie von Peter Schmid Zum zweiten Mal wird das Haus des Malers Alain Mieg am Lütisbuchweg 2 zur Galerie. Vom 13. November bis 27. November präsentiert er seine eigenen Werke. Das romantische Wohnhaus am Südhang des Bölli verwandelt sich mehr und mehr in ein einziges Atelier. Die Privaträume haben sich auf ein Schlafzimmer, ein Badezimmer, ein Büro und einen Raum für alle Fälle reduziert. Das schafft viel Platz für seine neusten Bilder zum Thema „Himmel und Wolken“. Seit Jahren ist Mieg dieser Thematik treu geblieben. „Doch in letzter Zeit haben sich weichere Horizonte ergeben, und ich bin jetzt mehr über den Wolken“ erzählt Mieg, der 1964 geboren wurde und in einer künstlerischen Familie in Lenzburg aufgewachsen ist. Schon als Kind stand sein Wunsch, Maler zu werden, fest. Mittlerweile hängen Werke von ihm rund um den Erdball, denn Ausstellungen waren nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Frankreich, Italien, Argentinien und in den USA zu sehen. Die Bilder von Alain Mieg sind innere Landschaften, gefundene Zufluchtsorte, nach denen sich der Künstler sehnt und darin seine Freiheit findet. Symbol für diese Sehnsucht ist der Himmel, der mit sich verändernden Wolkengebilden Inspiration und Quelle der Ruhe, aber auch der Kraft ist. Die in Lasuren aufgetragenen Acrylfarben bewirken bei wechselnden Lichtverhältnissen immer wieder neue Eindrücke. Dieses Schauspiel führt uns Mieg anhand von wechselndem Licht vor. Die Veränderung ein- und desselben Bildes ist dabei überraschend und faszinierend vielfältig. Morgenstimmungen werden zu Abendstimmungen, passen sich der Zeit an und schenken dem Betrachter immer neue Ansichten, um sich zu vertiefen. Die Blicke der neuen Arbeiten Miegs schweifen oft über die Wolken hinweg, scheinen von oben über die Wolkenmeere zu gleiten. Man fliegt und verliert trotzdem nie den Boden unter den Füssen. Alain Miegs Arbeiten sind Bild gewordene Gefühle, Projektionsflächen, die dem Betrachter eigene Welten erscheinen lassen. Alain Mieg öffnet den Besuchern sein Haus und seine Seele. Herzlichkeit und endlose Weiten erwarten einen – vom Kleinformat bis hin zu wandfüllenden Fenstern in ferne Welten.
10. November 2005/ps |
|||||